Spinning: Was Sie über die In-Sportart wissen müssen

Veröffentlicht am Nov 1 2016 - 6:15pm von David

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Spinning, eine Variante des Indoor-Cyclings, ist bei Sportfans derzeit in aller Munde. Die Bezeichnung ist relativ neu und geht auf eine eingetragene Wortmarke des amerikanischen Unternehmens Mad Dogg Athletics Inc. zurück.

Die Wortschöpfung „Spinning“ fand in den letzten Jahren so weite Verbreitung, dass Mad Dogg Athletics dazu überging, Rechtsverletzungen anwaltlich abmahnen zu lassen. Gleichwohl gibt es heute in nahezu jedem grösseren Fitness-Studio einen Spinning-Bereich, in dem mehrere Indoor-Cycling-Maschinen stehen. Häufig sind die Spinning-Areas nach Geschlechtern getrennt und mit einem LCD-Bildschirm ausgestattet, auf dem Nachrichten oder andere aktuelle Sendungen verfolgt werden können. Auch in der Schweiz ist Spinning im Kommen, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß als in den USA – hier können Fitnessstudios mithilfe von kostenlosen Fragebögen schnell und effizient herausfinden, warum dies so ist, bzw. was die Mitglieder von dieser Trend-Sportart halten bzw. wie sie entsprechende Kurse attraktiver gestalten können.

400 verbrannte Kalorien pro Stunde

Spinning ist eine ideale Alternative für alle, die nicht gerne unter freiem Himmel aufs Rad steigen. Nach einer Stunde Training stehen über 400 verbrannte Kilokalorien zu Buche. Für Anfänger gibt es spezielle Kurse, in denen die Teilnehmer lernen, ihre Beine synchron zu Dancefloor-Musik zu bewegen. Das gemeinsame Radeln ist inzwischen so populär geworden, dass es kaum ein Fitness-Studio gibt, in dem nicht entsprechende Kurse angeboten werden.

Die Gründe für die zunehmende Beliebtheit des Spinnings sind vielfältig. Ein Aspekt dürfte die Mischung aus Action und Entspannung sein: Wie auf einem echten Rad kann der Sportler intensive Abschnitte durchfahren und anschließend gemächlich den Berg hinabgleiten. Jeder Nutzer entscheidet selbst, was er seinem Körper abverlangt. Hinzu kommt die Gruppendynamik, die dafür sorgt, dass man schwierige Teilstrecken gemeinschaftlich besser bewältigen kann.

Beim Spinning gibt es keine Rollphasen

Im Unterschied zu einem herkömmlichen Rennrad gibt es bei einer Spinning-Maschine keine Rollphasen, in denen der Sportler seine Beine nicht zu bewegen braucht. Anders ausgedrückt: Beim Spinning muss unentwegt in die Pedale getreten werden. Die Grundaktivität ist daher um 10 bis 15 Prozent höher als beim Outdoor-Cycling.

Aus diesem Grund sollten Einsteiger es zu Anfang lieber etwas langsamer angehen lassen. Der Widerstand kann am Rad individuell reguliert werden – es ist also nicht erforderlich, im gleichen Rhythmus zu treten wie der Nebenmann. Je nach Trainingsziel und Fitnesslevel fährt der eine in einem mittleren Tempo, der andere wählt eine schwerere Gangart. Die Belastung sollte zwischendurch per Pulsuhr überprüft werden, damit man sich nicht völlig verausgabt.

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Wer sich eine Stunde lang aufs Rad setzt, sollte in dieser Zeit etwa einen Liter Flüssigkeit zu sich nehmen – am besten in Form von Wasser oder isotonischen Durstlöschern. Es sollte bedacht werden, dass es im Trainingsraum keinen Fahrtwind gibt, der den Körper abkühlt: Spätestens nach 20 Minuten fliesst der Schweiss in Strömen.

Bevor das Training beginnt, sollte die Muskulatur für ca. fünf Minuten aufgewärmt werden. Nach der Einheit empfiehlt sich ein Cool-down und ein kurzes Stretching-Programm. Manche Trainingsgruppenleiter beschränken die Warm-up- und Cool-down-Phasen auf dreieinhalb bis vier Minuten, in denen ein aktueller Popsong abgespielt wird.

Die richtige Kleidung

Viele Hobbysportler setzen sich in ihrem normalen Trainingsoutfit aufs Rad. Der Haken dabei ist, dass die meisten Sitze von Spinning-Geräten nicht gepolstert sind. Radlerhosen sehen zwar optisch wenig ansprechend aus – sie bieten aber den entscheidenden Vorteil, dass sie im Gesässbereich weitaus bequemer sind als kurze Shorts oder Hotpants.

Auch mit Blick auf das Schuhwerk gibt es Möglichkeiten, den Fahrkomfort zu erhöhen. Ideal sind Schuhe, mit denen man sich in die Pedale einklicken kann. Auf diese Weise werden die Gelenke und Sehnen beim Treten weniger belastet. Zudem bekommt man das Gefühl, tatsächlich auf einem Rennrad zu sitzen und holt unter Umständen noch ein paar Prozent mehr aus dem Körper heraus.

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